Archiv der Kategorie: andere Projekte in der Umgebung

Wem gehört Zürich? – Demonstration am 26. Oktober 2013, 14 Uhr

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Am 26. Oktober 2013 geben ganz verschiedene Organisationen mit einer Demonstration ihre Antwort zur Frage „Wem gehört Zürich?“ So unterschiedlich wie die Antworten, so bunt stellen wir uns auch Zürich vor. Wir stellen an diesem Tag der reichen Einöde ein buntes und durchmischtes Zürich entgegen, mit all den Mauerblümchen und den exotischen oder traditionellen, zarten oder grellen Blüten, die eine lebendige Stadt eben treibt.

Wir sind Genossenschaften, soziale und MigrantInnen-Organisationen und Institutionen, besetzte Häuser, Quartiervereine, KünstlerInnen und Kleingewerbler. Wir sind sehr verschieden, doch eins verbindet uns: Wir alle haben offenbar keinen Platz mehr im Zürich der Reichen.

Das sind unsere Forderungen:

  • Bezahlbarer Wohnraum für alle
  • Für einen wirksamen MieterInnenschutz
  • Bezahlbarer Raum für Gewerbe und Kultur
  • Für Freiräume und Selbstverwaltung
  • Gegen Verdrängung und eine Stadt der Kapitalinteressen

Besammlung: 14.00 Uhr, Gemüsebrücke beim Ratshaus
Schlusskundgebung: 17.00 Uhr, Brupbacherplatz (mit Konzert)

 

Folgende Organisationen unterstützen die Demonstration:
Alternative Liste Zürich (AL), Autonomer Beauty Salon, Autonome Schule Zürich, Bau- und Wohngenossenschaft Durchbruch, Bau- & Wohngenossenschaft NeNa1 (noch ohne Land), Corner College, IG Sozialhilfe, IG-ZeitRaum, Intendanz Rosengarten, International Network for Urban Research and Action INURA, kritische Politik UZH&ETHZ, Kunsthaus Aussersihl, Les Complices, Mieterinnen- und Mieterverband Regionalgruppe Stadt Zürich, Offene Kirche St. Jakob, ortoloco, OG9, Partei der Arbeit Zürich, Quartierverein Riesbach, Recht auf Stadt, Radio LoRa, Stadtlabor, Unia Zürich, Verein für billiges Wohnen (Heini 137), Verein Zukunft Labitzke, Wohngenossenschaft Hellmi 2000

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Ausstellung von Latefa Wiersch in der Station21

Latefa Wiersch, Gast im Rotationsatelier im Juli/August 2013 zeigt:

THE CREATION OF MAN

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The Creation of Man, Mixed Media Installation mit Stop-Motion-Animation, Videostill

Latefa Wiersch  – THE CREATION OF MAN

19. – 20.09.2013
Vernissage: 19.09., 18 Uhr

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Stationsstrasse 21
8003 Zürich

Eine wird von einer Schlange durchbohrt und bekommt daraufhin Zuwachs.  Ein anderer wird von Titanen bedroht. Einer verliert seinen Kopf und verwandelt sich in einen Stier. Wird zerrissen, zerstückelt, wieder zusammengenäht, und ist plötzlich ein anderer.
Was klingt wie in einem Horrorfilm ist nicht besonders tragisch. Denn erstens führt immer eine Transformation zu einer nächsten und nie ist einer endgültig erledigt, zweitens handelt es sich lediglich um Objekte, die von der Künstlerin animiert werden und nur scheinbar zum Leben erweckt werden.
Die Leipziger Bildhauerin und Animationskünstlerin Latefa Wiersch, die sich mit dem Anthropomorphen beschäftigt, ließ sich bei ihrer Videoinstallation THE CREATION OF MAN von der griechischen Mythologie inspirieren.
Die teils grotesken, teils komischen Metamorphosen der Figuren zeigen, was passiert, wenn Dinge, Puppen, Stofffetzen, menschliche Züge annehmen.  Oder was passiert, wenn der menschliche Körper als Material  begriffen wird.
Um die Beseelung und das Unheimliche kreisen auch die skulpturalen Elemente der Installation. Sie haben durch das verwendete Material wie Kleidung, hautähnlichem Nylon und Masken einen starken Bezug zum Menschen und zum Körper und scheinen – obwohl als leblose Objekte einfach zu enttarnen – dennoch eigenständige Subjekte zu sein.

Für das Projekt gewinnen ließen sich einige Größen aus dem Show Business:

Britney Spears –  Hera

The Spaceman Ace Frehley  –  Titan No. 1

The Starchild Paul Stanley   –  Titan No. 2

Elvis Presley (im Schlangenkostüm) – Zeus

Prince Rogers Nelson (Prince)  –   Prometheus

Justin Bieber  –  Zagreus

Muse  –  Kore

Der Trailer  zur Ausstellung

Latefa Wiersch, Jahrgang 1982, studierte Design und Bildende Kunst u.a. in Berlin und Münster. Die aktuelle Arbeit entwickelte sie während eines Residenzstipendiums des Kunsthaus Aussersihl, OG9, in Zürich. Sie freut sich sehr, ihr Gastspiel in der Stadt noch etwas erweitern zu können.

Die Arbeit ist Teil eines größeren Werkzyklus der Künstlerin, der gefördert wird von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Hausfest mit OG9, Maxim und Remise

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(Foto: Dank an Nadine Schneider)

6. September 2013

A Wrong Guide to Italy

Gerade im Druck: «A Wrong Guide to Italy» von Antonio Bigini (Rotationsateliergast von KHA und Index), herausgegeben von Bucci Publishing.

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Der erste Bucci-Reiseführer erklärt in zehn Thesen,warum Italien Italien ist. Warum die Farbe Rot wichtig ist, Schuhe und Tauben auch.


Text von Antonio Bigini
Mit Illustrationen von Naima Schalcher
Inkl. einem Mini-Dictionnaire für ausgewählte Situationen (en/it)

ISBN 978-3-905932-05-8
24 Seiten, 185 x 120mm, in englischer Sprache 18 CHF

Erhältlich ab September 2013, in jeder guten Buchhandlung und im OG9.

Hier vorbestellen: http://www.bucci-publishing.com

„Tracking the Traffic“, 1. September, 17 Uhr, OG9/Garage

Film-Vortrag der Schweizer Künstlerin Elianna Renner
eine Veranstaltung von Omanut

Die Arbeiten der Konzeptkünstlerin Elianna Renner setzen sich mit Biographie, kultureller Erinnerung und Geschichte auseinander. Bei ihrer letzten grossen Einzelausstellung „Bobe Mayses“ (2013) schöpfte sie in einer Mischung aus Performance, Audio-Installationen, Fotografie und Film auch aus ihrer Familiengeschichte. Indem sie der Wirklichkeit entnommene Momente durch eine subtile Verschiebung fiktionalisiert, spielt sie auf humorvolle und provokative Weise mit den Grenzen von Objektivität und Subjektivität.

In ihrem neusten Projekt untersucht Elianna Renner einen Ring von Mädchenhändlern, die von 1850 bis 1930 junge jüdische Frauen von Osteuropa in die Bordelle der neuen Welt brachten. Sie begann ihre Recherche im November 2012 in New York und besuchte seither Buenos Aires, Montevideo, Sao Paulo, Rio de Janeiro, Mumbai, Schanghai und Johannesburg.

Gerne macht die Künstlerin nun Station in Zürich, um über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse zu berichten. Dabei kommt auch der Film …Aquelas Mulheres… (…Those Women…), Rio de Janeiro 2010 (portugiesisch mit engl. Untertiteln), von Matilde Teles und Verena Kael, der den jüdischen Mädchenhandel beleuchtet, zur Vorführung.

CHF 15.- / Omanut-Mitglieder: CHF 10.-

Elianna Renner wurde 1977 in Zürich geboren und lebt heute in Bremen. Ihr Werk wurde u.a. 2012 mit dem Bundes-GEDOK Kunstpreis  „Dr. Theobald Simon-Preis“ ausgezeichnet. Dank einem DAAD-Stipendium konnte sie den Spuren der verschleppten Frauen nachgehen.

Artikel im Züritipp

Kreative Lückenfüller
Von Daniel Morgenthaler

Eigentlich würden sie gern das Bürogebäude am Helvetiaplatz als permanentes Atelier- und Ausstellungshaus nutzen. Doch vorerst haben die Initianten des «Kunsthaus Aussersihl» in einem Dienstgebäude der SBB gleich bei den Gleisen einen Zwischenstopp – bis Januar 2014 – eingelegt. …“

weiter im Züritipp